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Um was geht es?

ÖLFÖRDERUNG UND ZERSTÖRUNG DES OKAVANGO-DELTAS

Was ist das
Okavango-Delta?

Sie starten vom kleinen Städtchen Maun in die Richtung des Okavango-Deltas. Anfangs können Sie mit dem Bus und zu Fuß in den Grünflächen umherwandern – immer auf der Ausschau nach Löwen, Elefanten und Nashörnern. Bald kommen Sie in die Nähe des Flusses Okavango und so langsam wird es nass. Sie steigen um, in ein Mokoro, einem kleinen Einbaum-Boot, das von Ihrem Poler, Ihrem Bootsführer, mit einer Stocherstange gelenkt wird. Nun sind Sie Krokodilen und Nilpferden ganz nahe.

Dieses einzigartige Naturparadies soll nun zerstört werden, geht es nach den Plänen von ReconAfrica: Vergiftetes Wasser, miserable Lebensbedingungen für Menschen und Massensterben der Tiere. Denn das kanadische Unternehmen möchte im Okavango-Delta nach Öl suchen. Die Testbohrungen haben bereits begonnen.

Grafik: Nilpferd, das wegen Ölverschmutzung des Wassers starb
In Öl getauchtes Nilpferd taucht aus dem Wasser auf

Das Okavango-Delta
im KAZA-Nationalpark

Das einzigartige Okavango-Delta liegt inmitten des gigantischen KAZA, der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area. Mit 520.000 km² ist es das größte grenzüberschreitende Naturschutzgebiet der Welt: 2006 haben Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe trotz politischer Differenzen ihre Nationalparks zusammengelegt. Seither können Wildtiere ohne menschengemachte Grenzen durch ihre Reviere ziehen.

Neben dem Naturschutz soll der Umwelttourismus den dort lebenden Menschen eine Zukunftsperspektive bieten. KAZA ist ein wegweisendes Projekt, das unbedingt geschützt werden muss! Und mit ihm das Okavango-Delta!

Warum das Paradies in
Gefahr ist

Die kanadische Firma ReconAfrica vermutet ein reichhaltiges Ölvorkommen: Im Explorationsgebiet sollen über zwei Milliarden Barrel Erdöl liegen. ReconAfrica will das Öl für 25 Jahre fördern. Von Namibias führenden Geologen wird das Ölvorkommen angezweifelt. Die potentielle Bohrstandorte befinden sich in einem sensiblen Ökosystem und grenzen an mehrere Naturschutzgebiete. Die Regierungen von Namibia und Botswana haben der kanadischen Firma bereits die Genehmigung erteilt. Testbohrungen fanden bereits Ende 2020 statt. Es ist Zeit zu handeln!

Das Unternehmen behauptet, es werde zur Ölgewinnung nicht das umweltschädliche Fracking einsetzen. Auch die Regierungen bestreiten, eine Genehmigung dafür erteilt zu haben. Experten vermuten jedoch, dass Fracking zum Einsatz kommen wird, da es besonders effizient sein soll.

Fracking ist eine kontroverse und sehr umweltschädliche Methode zur Ölförderung: Unter hohem Druck wird Wasser in die Erde gepumpt, um Öl herauszupressen. Dadurch kann das Grundwasser verseucht werden. Millionen Liter Süßwasser werden bei der Methode benötigt, das dann den Bewohnern des Okavango-Deltas fehlt. Durch Fracking besteht auch eine erhöhte Erdbebengefahr. ReconAfrica behauptet, sich an Umweltrichtlinien zu halten, doch in der Vergangenheit gab es mehrfache Verstöße. Auch wenn das Unternehmen behauptet, die Natur würde durch die Bohrungen keinen Schaden nehmen, muss dieses Versprechen in Frage gestellt werden! Das Nigerdelta, in dem der Ölkonzern Shell vor einigen Jahren nach Öl bohrte, zeigt die verheerenden Auswirkungen der Ölsuche im Naturparadies. 

Zerstörung nach
der
Ölförderung

Das Nigerdelta veranschaulicht, was in Gebieten nach jahrzehnterlanger Ölförderung geschehen kann. Hier hat Shell jahrelange Bohrungen durchgeführt und bis Anfang der 90er Jahre Öl gefördert.

Grafik: Ölpipeline mit Lecks, aus denen Öl austritt

Folgen im Nigerdelta

Wald-
Brände
Verseuchtes
Wasser
Existenz-
Vernichtung
Ölpipeline im gerodeten Teil einer Waldlandschaft, im Hintergrund ein Schaufelbagger

Der Fluch des schwarzen Goldes

Im Nigerdelta sehen und spüren die Bewohner bis heute die negativen Auswirkungen der Ölforderungen durch die Firma Shell: Öllachen auf dem Wasser, schwarzer Ölschlamm auf dem Boden und unwiderruflich verseuchtes Trinkwasser.

In der Region liegt Ölgeruch in der Luft, verursacht durch illegal gesprengte Pipelines, Öllecks und schlecht gewartete Anlagen sowie illegale Raffinerien. Nach dem geldreichen Segen ist die Region schon längst dem Fluch des schwarzen Goldes erlegen: Die Ölförderung hat zu einer gigantischen Umweltverschmutzung geführt.

Die versprochene Säuberung der Gebiete durch Verursacher Shell blieb aus, die Natur und dort beheimateten Lebewesen sich selbst überlassen.

Die Auswirkungen für Tiere und Pflanzen

Die Umwelt leidet und ist vergiftet: Wohin man blickt, ist der Ölschlamm zu sehen. Nur wenige Pflanzen haben diese Ölpest überlebt, Tiere sind gestorben und Nachfolgegenerationen ausgewandert. Mangroven, Sümpfe, Flussarme und Trinkwasser sind verseucht. Die Ölförderung durch Shell hat das Gebiet nachhaltiger verschmutzt, als es jemals erwartet wurde. Nur eine gigantische Säuberungsaktion könnte die Landschaft hier wieder zum Leben erwecken. Aber Shell fühlt sich dafür nicht zuständig – bis heute.

Die Auswirkungen für
die
Menschen

Die Öllachen grenzen an die Felder der Bauern und haben die Flüsse vergiftet. Ackerbau und Fischfang ist nicht mehr möglich, die Lebensgrundlage der Bauern und Fischer zerstört. Das dort ansässige Ogoni-Volk leidet bis heute unter den Bedingungen: Menschen werden noch immer krank durch das vergiftete Wasser. Versprechungen wurden nicht gehalten und so profitiert die Bevölkerung nicht durch die Ölförderung, da das Öl exportiert wird. Durch den Geldverlust der Schwarzhändler vor Ort sind Unruhen zu befürchten. Das Nigerdelta kommt auch Jahrzehnte nach der Förderung nicht zur Ruhe.

Ölbedecktes Nilpferd steht in einem Tümpel

Retten Sie das Okavango-Delta

Im unfairen Tausch „Öl gegen Naturparadies“ gibt es nur Verlierer – und zwar jene, die das Okavango-Delta ihre Heimat nennen.

Helfen Sie mit, das Naturschutzgebiet zu retten und die Ölforderung im Okavango-Delta zu verhindern! Es ist Zeit zu handeln und den Verantwortlichen aufzuzeigen, dass die Förderung fossiler Brennstoffe im Naturparadies keine Option ist – nicht für die Wirtschaft und schon gar nicht für die dort lebenden Tiere, Menschen und Pflanzen!